90,8% – Schule ohne Rassismus

90,8%

KGS-Buschdorf „Das sind wir!“

 

Wir machen uns auf den Weg und haben uns mit einer tollen Prozentzahl dafür entschieden , dass wir mitmachen:
Wir wollen eine Schule ohne Rassismus – eine Schule mit Courage werden!
Unsere Abstimmung war überaus erfolgreich und wir dürfen nun unseren Antrag absenden.
In der Projektwoche vor der Abstimmung haben sich alle Klassen mit dem Thema „Rassismus“ beschäftigt .

Was ist „Rassismus“?
Rassismus ist, wenn Menschen aufgrund ihrer Herkunft und Gruppenzugehörigkeit schlecht behandelt werden. Dies äußert sich oft in fremdenfeindlichen Gesetzen, Regeln und Staatsformen unter weißer Vorherrschaft. Rassismus entspringt der irrigen Vorstellung, dass farbigen Menschen weniger Macht und Privilegien zustehen.

 

Was kann man dagegensetzen : „Antirassismus“
Antirassismus bedeutet, etwas gegen Rassismus zu unternehmen. Wenn wir uns dagegen einsetzen, billigen wir allen Menschen gleiche Rechte und Chancen zu. Wir tun dies, indem wir den Rassismus unter den Menschen in ihren Organisationsformen benennen und verhindern. Es ist ein lebenslanger Prozess des Weiter- und Umlernens , des Nachdenkens und des Wachstums.

Was muss ich dafür bedenken und kennenlernen?

1. Dazu gehört das Wissen über die „Identität“ der anderen:
Wir müssen uns selbst verstehen, ehe wir andere verstehen können. Unsere Identitäten sind die verschiedenen Teile von uns, die uns zu dem machen, was wir sind. Jede*r ist viele. Es gibt nicht nur eine Sache, die dich ausmacht.

((Identitätsschichten/Apfel
Die äußere Schicht ist die Schale, die unser Aussehen bestimmt; dazu zählen Gesichtszüge, Haare, Hautfarbe, Alter, Größe, Gewicht, Kleidung, Körperschmuck und vieles mehr. Sie ist das Erste, was ins Auge springt und die Fremdwahrnehmung bestimmt.
Die zweite Schicht ist dein Fruchtfleisch bzw. die Dinge, die du gerne tust. Gemeint sind Interessen, Talente, Fertigkeiten, Sprachen und mehr. In beiläufigen Gesprächen und im Umgang mit Freund*innen, Klassenkamerad*innen, Teammitgliedern oder Lehrkräften treten diese oft zutage.
Deine innerste dritte Schicht ist das Kerngehäuse mit all deinen Gedanken und Überzeugungen.))

2. Dazu gehört das Wissen über andere „Kulturen“:
Kultur ist eine allumfassende Lebensweise:
Dazu gehören Werte, Geschichte, Essen, Religion, Sprache, Humor, Kleidung, Haare, Kunst, Musik, Wissen, Tradition, Geschichten, Technologie, Werkzeuge, Umgangsformen, Feste, Fähigkeiten und vieles mehr.

((Kultur lebt in unseren Herzen.

Manche Kulturen essen zum Beispiel mit den Händen, manche mit Stäbchen und manche mit Gabeln. Je nach Kultur kann das Füttern mit den Händen üblich sein, Zuneigung zu einem geliebten Menschen oder auch Respektlosigkeit bedeuten. Man kann sehen, was wir essen, aber die Bedeutung liegt in unserem Herzen.
Auch Religion kann kulturell sein. Sie legt fest, wie du dein Leben lebst, was du in deinem Herzen als richtig und falsch empfindest, was Gerechtigkeit bedeutet und was du glaubst, was passiert, wenn du stirbst.
Kultur existiert in unseren Köpfen. Ähnlich wie bei der Identität dauert es seine Zeit, bis man eine Kultur kennen- und verstehen lernt.
In manchen Kulturen trägt man bei einer Beerdigung schwarz, um Trauer auszudrücken. In anderen Kulturen tragen die Menschen dagegen weiß oder sind der Meinung, dass man im Andenken an den Verstorbenen feiern und ihn mit einer Party ehren sollte.
Schönheitbegriffe oder visuelle Dinge sind kulturell. Die Designs, die wir in der Kunst, in der Mode, in der Dekoration oder in anderen sichtbaren Dingen schön finden, sind ebenfalls kulturell geprägt. Wir dürfen nicht das eine oder das andere bevorzugen, sondern müssen von verschiedenen Kulturen lernen und an ihnen wachsen.))

3. Dazu gehört die Fähigkeit, „Empathie“ zu zeigen:
Empathie ist die Fähigkeit, wahrzunehmen, wie sich jemand anders fühlt.
Im Unterschied zu Sympathie erreicht man andere mit tieferem Verständnis für ihre Gefühle. Empathie erfordert, dass man sich in die Lage einer anderen Person hineinversetzt. Normalerweise empfinden wir Empathie für Menschen mit einer gemeinsamen Identität oder ähnlichen Erfahrungen. Empathie kann schwierig sein, wenn wir keine ähnliche Identität haben, diese Erfahrung nicht gemacht haben oder wenn wir das Gleiche erlebt haben, aber anders damit umgegangen sind. Dies wird als Empathielücke bezeichnet. Es ist wichtig, diese zu schließen, indem wir anerkennen, dass jeder Mensch anders auf Situationen reagiert und möglicherweise anders über etwas denkt als wir.

4. Dazu gehört Wissen zum Thema „Aktivismus“:
Die Welt kann manchmal ungerecht erscheinen und vielleicht siehst oder erlebst du Dinge, die du gerne ändern würdest. Zum Glück hast du die Macht, etwas zu bewegen!
Aktivismus ist eine Möglichkeit, etwas zu tun, um eine Sache oder ein Thema zu unterstützen, das dir am Herzen liegt. Du wirst lernen, wie du für dich selbst eintreten und dich zum Wohl anderer verbünden kannst.

Was können wir tun?
Zum Beispiel dem Netztwerk „Schule ohne Rassismus/Schule mit Courage“ beitreten und darauf achten, dass wir in unserer Schule keinen Platz für Rassismus haben, achtsam miteinander umgehen und bei auffälligen Beobachtungen in der Schule Courage zeigen.

Jetzt werden wir Mitglied im Netzwerk!

Besonders hervorzuheben ist die überaus gute Begleitung unserer Wahl durch die Wahlleitung. KlassenvertreterInnen aus den 3. und 4. Klassen haben sich um die gelungene Abwicklung der Abstimmung gekümmert. Dies umfasste das Verteilen der Stimmzettel in allen Klassen, dem Kollegium und allen Mitarbeitenden der OGS. Sie sammelten die Wahlzettel ein, haben die Auszählung übernommen und das
beeindruckende Ergebnis mitgeteilt.

Safe the Day
Wenn wir zum Netzwerk gehören werden, soll dies natürlich laut und deutlich gefeiert
werden. Wir möchten dafür eine Feier gestalten. Eine bekannte Persönlichkeit aus der
Musikszene wird uns bei unserem Vorhaben begleiten und unser Pate werden.
Neugierig? Dann seid am 19.6. 2026 dabei!